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Dr. Sonja Arnold

Sprechstunde im Wintersemester 2014/2015: Dienstags, 10-11 Uhr und nach Vereinbarung.


Kurzbiographie

2002-2007 Studium der Germanistik, der Anglistik und der Romanistik (Spanisch) an den Universitäten Stuttgart, Granada und Freiburg. Abschluss mit Magister Artium (M.A.).

2005-2007: Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes

2008-2011: Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit der Arbeit „Erzählte Erinnerung. Das autobiographische Gedächtnis im Prosawerk Max Frischs.“ (summa cum laude. Preis für hervorragende Dissertationen der Graduiertenschule Kultur- und Sozialwissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg). Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg im Promotionskolleg Geschichte und Erzählen, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

2008-2011: Wissenschaftliche Hilfskraft am Deutschen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Lehrbeauftragte für Academic Year in Freiburg.

2010: Erwerb des Baden-Württemberg-Zertifikats für Hochschuldidaktik.

2011-2014: DAAD-Lektorin an der Universidade Federal do Rio Grande do Sul in Porto Alegre, Brasilien.

Oktober 2014- März 2015: Postdoc-Stipendiatin und Lehrbeauftragte bei Prof. Dr. Gesine Müller an der Universität zu Köln mit einem Projekt zu den Wechselbeziehungen zwischen brasilianischer und deutscher Gegenwartsliteratur.

seit April 2015: Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Lehrstuhl Matías Martínez) an der Bergischen Universität Wuppertal:


Kontakt


Publikationen

Monographien
Erzählte Erinnerung. Das autobiographische Gedächtnis im Prosawerk Max Frischs (= Rombach Wissenschaften, Reihe Cultura, Bd. 50), Freiburg i.Br. 2012 (= Dissertation).
Rez. von Johanna Vollmeyer. In: Freiburger Universitätsblätter 203, März 2014.


Herausgeberschaften
Law and Literature at the Turn of the Millennium/Literatura e Direito na Virada do Milênio, hg. v. Sonja Arnold und Michael Korfmann, Porto Alegre 2014.
 

Aufsätze
Die Destabilisierung der strukturbildenden Elemente und ihre Funktion im Werk Felicitas Hoppes. In: Svenja Frank/Julia Ilgner (Hg.): Geschichts(er)findungen. Felicitas Hoppe als Erzählerin zwischen Tradition und Transmoderne (zur Veröffentlichung angenommen, erscheint 2015).

Überlegungen zur Verbindung von Literatur und Recht in der deutschsprachigen und brasilianischen Literatur der Gegenwart. In: Ibero-Amerikanisches Jahrbuch für Germanistik (iajg), 2014 (zur Veröffentlichung angenommen, erscheint im Dezember 2014).

Zur Beziehung zwischen Literatur und Recht in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In: Pandaemonium Germanicum Vol. 17, No. 23 (2014).

Transkulturelle Literatur im DaF-Unterricht. In: Deutscher Akademischer Austauschdienst (Hg.): Germanistik in Brasilien: Herausforderungen, Vermittlungswege, Übersetzungen. Beiträge der DAAD-Germanistentagung 2013 mit dem Partnerland Brasilien, Göttingen 2014, S. 60-62.

Introduction. In: Sonja Arnold/Michael Korfmann (Hg.): Law and Literature at the Turn of the Millennium/Literatura e Direito na Virada do Milênio, Porto Alegre 2014, S. 5-14.

Wenn das Gedächtnis den Zugriff verweigert – zur Darstellung von Gedächtnisstörungen in der gegenwärtigen Literatur. In: Olivia C. Díaz Pérez/Florian Gräfe/Juliana Perez/Friedhelm Schmidt-Welle (Hg.) Transformationen der Erinnerung und der Wirklichkeit in der Literatur, Tübingen 2014.

Rupturas na literatura e no filme. In: Rita Lenira de Freitas Bittencourt/Rita Terezinha Schmidt (Hg.): Fazeres indisciplinados. Estudos de literatura comparada, Porto Alegre 2013, S. 373-381.

zus. mit Gerhild Schiller: Bertolt Brechts Dreigroschenoper und Chico Buarque de Hollandas Ópera do Malandro – ein Vergleich der Frauenfiguren. In: Anais das Comunicações. Simpósio da International Brecht Society, 14 (2013), S. 495-506.

Die Mörder sind unter uns – Film und Literatur in der Nachkriegszeit – Überlegungen zum Einsatz im DaF-Unterricht. In: German as a Foreign Language, 3 (2013), S. 108-127.

Der "Aufbewahrungsort des Falschen" – Fehler und Zufälle in Wolfgang Herrndorfs Roman Sand am Beispiel des Homonyms Mine. In: Pandaemonium Germanicum, Vol. 16, No. 21 (2013), S. 25-47.

Metaisierungstendenzen in der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart. In: Erik Schilling/Klaus Birnstiel (Hg.): Literatur und Theorie seit der Postmoderne, Stuttgart 2012, S. 107-119.

Ich bin mein Gehirn. Identitätsentwürfe zwischen Literatur und Neurobiologie. In: REAL Revista de Estudos Alemães, 2 (2012), S. 164-184.

La reorganización de los recuerdos en torno a la RDA en memorias autobiográficas y comunicativas (Die Reorganisation von Erinnerungen an die DDR im autobiographischen und im kommunikativen Gedächtnis – am Beispiel von Christa Wolf, Ingo Schulze und Susanne Schädlich). In: Regula Rohland de Langbehn/ Miguel Vedda/ Graciela Gavi?a Wamba, (Hg.): XVI Anuario de la Asociación Argentina de Germanistas. Buenos Aires 2011, S. 193-204.

Max Frisch und die postmoderne Philosophie. In: Germanica, 48 (2011), S. 163-182.

Zwischen Nihilismus und Spieltheorie. Juli Zehs Roman Spieltrieb. In: Revista de Filología Alemana, 19 (2011), S. 207-222.

Geschichte als Spurensuche zwischen Transzendenz und Immanenz in Max Frischs Der Mensch erscheint im Holozän und Felicitas Hoppes Johanna. In: Helga Mitterbauer/Katharina Scherke (Hg.): Moderne. Kulturwissenschaftliches Jahrbuch. Themenschwerpunkt: Spuren, Innsbruck 2010, S. 85-100.



Lexikonartikel

Folgende Artikel für das Bio-bibliographische Lexikon der Literatur Österreichs, hg. von Herbert Zeman. Band 1: A-B (erscheint 2015):
Franz Abler, Georg Aichinger, Bernhard Aichner, Monika Aigner, Alpenpost, Alttestamentliche Spiele, Siegfried Amerstorfer, Hubert Brenn, Brenner-Archiv, Brixlegger Passionsspiel, Die Bücherwürmer, Günter Budin, Emma Buratti, Hildegard Butz.

Rezensionen und Tagungsberichte

Wilhelm Genazino: Se fossemos animais/Wenn wir Tiere wären. Rezension (2013): www.literaturaalema.com.br

Wolfgang Herrndorf: Areia/Sand. Rezension (2013): literaturaalema.com.br

Ferdinand von Schirach: Crimes/Verbrechen. Rezension (2012): literaturaalema.com.br

Tagungsbericht Das Gedächtnis im Transfer. 03.06.2011-04.06.2011, Freiburg, in: H-Soz-u-Kult, 20.07.2011, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3704

Die Erinnerung in Zeiten der Krise. Rezension zu Dorothee Birke: Memory's Fragile Power. Crises of Memory, Identity and Narrative in Contemporary British Novels. KULT_online, 24 (2010): http://gcsc.uni-giessen.de/wps/pgn/home/KULT_online/24-1/

Ein interdisziplinärer Blick auf die Erinnerung. Rezension zu Günther Bittner (Hg.): Ich bin mein Erinnern. Über autobiographisches und kollektives Gedächtnis. KULT_online, 19 (2009): http://gcsc.uni-giessen.de/wps/pgn/home/KULT_online/19-1/

Aktuelle Lehrveranstaltungen im WS 2014/15

Literatur und Recht in der brasilianischen Gegenwartsliteratur (Grundlagenseminar B).

Projekt

Literaturen der Welt im Dialog - am Beispiel der Wechselwirkungen zwischen brasilianischer und deutscher Gegenwartsliteratur.

Ziel des Forschungsprojekts ist die Herausarbeitung kultureller literarischer Dialogprozesse in ihrer transnationalen, sozialen und ökonomischen Dynamik zum besseren Verständnis eines Begriffs der Literaturen der Welt, der über den Terminus der Nationalliteratur hinausgeht und transnationale Dynamiken berücksichtigt. Dies wird am Beispiel der Wechselwirkungen und Austauschbeziehungen der brasilianischen und deutschen Literatur der Gegenwart gezeigt.

Das Forschungsprojekt fußt dabei auf drei zentralen Säulen: 1.) den Materialien des Siegfried Unseld-Archivs im Deutschen Literaturarchiv Marbach, das innerhalb des Suhrkamp Forschungskollegs einen Arbeitsschwerpunkt zum Lateinamerika-Nachlass des Suhrkamp- Verlags verzeichnet und zahlreiche Dokumente zur Übersetzung, Veröffentlichung und Rezeption brasilianischer Literatur in Deutschland enthält. 2.) dem Projekt ARCHIV.BR, das einen Zusammenschluss brasilianischer Archive mit hohem deutschsprachigen Anteil bildet und neben wichtigen Dokumenten zur Verbreitung deutschsprachiger Literatur in Brasilien Korrespondenzen brasilianischer Autoren mit ihren deutschen Verlegern und Fördereinrichtungen enthält. 3.) der Institutionalisierung des Kulturenaustauschs: einige Förderorganisationen, darunter der DAAD und das Goethe-Institut, sind maßgeblich an der Übersetzung, Verbreitung und Rezeption deutschsprachiger Literatur in Brasilien beteiligt. Mehrere kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise Buchmessen in beiden Ländern im Jahr 2013, in dem das jeweils andere Land Gastland war, trugen zur Dynamisierung und Beschleunigung transnationaler Austauschprozesse bei. In der Auswertung der Archivdokumente werden die Rolle von Übersetzern und Agenten, die zentralen Auswahlkriterien für die Veröffentlichung sowie die anschließende Rezeption untersucht. Die Veranstaltungen und Programme kultureller Institutionen werden ebenso auf Durchführung, Selektionskriterien und Rezeption geprüft. Schließlich liefert die Analyse konkreter Texte, ihrer intertextuellen Versatzstücke, Adaptionen und Translationen wichtige Bausteine für das Verständnis kultureller Austauschprozesse.