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Forschung am Romanischen Seminar

Als großes Institut in einer großen Philosophischen Fakultät ist das Romanische Seminar mit vielen anderen Disziplinien vernetzt, unter anderem durch die Lehr- und Forschungszentren, die regelmäßig interdisziplinäre Ringvorlesungen und Workshops anbieten.

Forschungsschwerpunkte

Das Romanische Seminar der Universität zu Köln weist folgende Forschungsschwerpunkte auf:

  • Literaturen der europäischen und außereuropäischen Romania
  • Literatur in medienwissenschaftlicher Perspektive
  • Romanische Filmkulturen
  • Lateinamerikanischer Literatur und Transkulturalität
  • Sprach- und Kulturgeschichte
  • Modus und Modalität in den romanischen Sprachen
  • Tempus und Aspekt
  • Transitivität
  • Linking und differentielle Objektmarkierung
  • Sprachwandel und Theorie des Sprachwandels
  • Linguistische Theorie in der Romania (Wissenschaftsgeschichte)
  • Politischer Diskurs
  • Korpuslinguistik
  • Quantitative Soziolinguistik
  • Kulturvergleichende Soziolinguistik
  • Informationsstruktur
  • Syntaktische Variation
  • Akzeptabilität vs. Frequenz in der Linguistik

Aktuelle Drittmittelprojekte

  • Temporalität und Modalisierung in der Diskursstruktur (Phase III)
    • Projektleitung: Prof. Dr. Martin Becker, PD Dr. Jakob Egetenmeyer
    • Mitarbeiter*innen: Viktoria Henn, Luca Leppert
    • Laufzeit: 2025–2028
    • Gefördert durch: DFG im Rahmen des SFB 1252 Prominence in Language
    • Abstract: Das Projekt untersucht Modus und Modalisierung auf der Grundlage einer prominenz-basierten Konzeption der Diskursstruktur. Die Kategorien erfassen bspw., wie sicher eine Aussage ist oder welchen Bezug zur Realität sie aufweist. So ergänzt das Projekt Erkenntnisse zur Diskursstrukturierung (Phase I) und der argumentativen Orientierung (Phase II). Das Ziel ist, TAM-Kategorien (Tempus-Aspekt-Modus) und den Weltbezug besser zu verstehen. Im Detail werden drei Phänomene untersucht, (1) propositionale Einstellungen wie persönliche Überzeugungen oder Bewertungen von Ereignissen, (2) Traumkontexte und ihre Abgrenzung von der realen Welt sowie (3) freie indirekte Rede (FID) mit ihren verschiedenen „Stimmen“. Das Projekt konzentriert sich auf die beiden romanischen Sprachen Spanisch und Italienisch. Es kombiniert Korpusrecherchen mit experimentellen Methoden.
  • Modeling register variation across languages (Phase II)
    • Projektleitung: Prof. Dr. Aria Adli, Dr. Jozina vander Klok, Prof. Dr. Elisabeth Verhoeven
    • Mitarbeiter*innen: Nico Lehmann, Maryam Bahmani, Zahra Farokhnejad, Vahid Mortezapour, David Müller
    • Laufzeit: 2024–2027
    • Gefördert durch: DFG im Rahmen des SFB 1412 Register
    • Abstract: Ausgehend von einem Sprachsample, das Deutsch, Yukatekisches Maya, Persisch, Südkurdisch und Javanisch umfasst, untersucht A06 die Rolle typologischer Eigenschaften in der Registervariation. Zudem erforscht A06 mehrsprachige Kontaktsituationen, in denen sich kontaktinduzierte grammatische Varianten sowie Code-Switching je nach Register unterscheiden. Hierzu analysiert A06 Objektdrop, Anrede- und Höflichkeitsformen, Plural- und TAM-Markierung. Grundlage ist das neu erstellte Lang*Reg-Korpus, ergänzt um Perzeptionsstudien und semantische Feldforschung, mit dem Ziel, ein Registermodell zu entwickeln, das für verschiedene Sprachen und kulturelle Kontexte adäquat ist.

Aktuelle Habilitationsprojekte

  • The morphosyntax of proper names in Romance languages
    • Habilitand: Javier Caro Reina
  • Mehrsprachigkeit und Literatur zwischen dem 18. Jh. und 19. Jh.
    • Habilitand: Adrián Herrera
  • Locus cingari: Räume der Roma in der Romania vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart (Frankreich, Spanien, Italien)
    • Habilitandin: Sidona Bauer
  • Spurensuche unterwegs. Investigation und Mobilität im neueren argentinischen Film
    • Habilitandin: Maria Imhof