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Gesine Müller

 

Gesine Müller ist Professorin für Romanische Philologie. Aktuell leitet sie das DFG-Projekt Post-globale Ästhetiken. Welt(er)schöpfung in lateinamerikanischen Literaturen des 21. Jahrhunderts. Davor leitete sie von 2015 bis 2022 die ERC-Forschungsgruppe Reading Global: Constructions of World Literature and Latin America (Consolidator Grant des European Research Council) sowie von 2008 bis 2016 das DFG-Projekt „Koloniale Transferprozesse in der Literatur des 19. Jahrhunderts: Die Karibik im Kontext der kulturellen Strahlungskraft Europas am Beispiel von Frankreich und Spanien (1789–1886)“ (Emmy Noether-Nachwuchsgruppe). Sie forscht zudem als Principal Investigator am Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln sowie am Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (MECILA), einem BMBF-geförderten Konsortium mit Hauptsitz in São Paulo. Ebenso ist sie Principal Investigator im Graduiertenkolleg „anschließen-ausschließen“ – Kulturelle Praktiken jenseits globaler Vernetzung.

Ihre Forschungsinteressen umfassen lateinamerikanische Gegenwartsliteraturen und Kulturtheorie, Literaturen der spanisch- und französischsprachigen Karibik, Literaturen der Romantik sowie Transkulturalität/Transferforschung. Ihr aktuelles „Welt(er)schöpfungsprojekt“ erkundet die allerneuesten Tendenzen in Texten latein­amerikanischer Autor/innen und fragt gleichermaßen nach der kritischen literarischen Reflexion aktueller Globalisierungserfahrung wie nach neuen Imaginarien globaler Zukunft.

Gesine Müller promovierte 2003 an der Universität Münster (Dissertation: Die Boom-Autoren heute: García Márquez, Fuentes, Vargas Llosa, Donoso und ihr Abschied von den großen identitätsstiftenden Entwürfen, Vervuert 2004) und habilitierte 2011 an der Universität Potsdam (Habilitationsschrift: Die koloniale Karibik. Transferprozesse in frankophonen und hispanophonen Literaturen, De Gruyter 2012).